e30-alltag

Der Versuch ein BAUR Cabrio beim Händler zu kaufen.

Bei einem Händler in Bremerhaven stand seit Anfang Dezember ein BMW BAUR Cabrio 320i VFL. Ohne Tüv und mit diversen Mängeln, Lederausstattung und einer seltenen Farbe (nerzbraun metallic). Über den Preis von 4990,- € gibt es nicht viel zu meckern. Im Angebotstext stand: „um ihn auf die Straße zubekommen, muss einiges investiert werden“, ist bei dem Preis eigentlich OK.

Der Termin zur Besichtigung steht!

Am 29.12.2018 habe ich einen Termin gemacht und ihn besichtigt. Leider hat es an diesem Tag geregnet, so dass der Lack leider nicht nicht richtig gesichtet werden konnte. Dafür konnten wir die Undichtheit des Targadaches feststellen. Die üblichen Roststellen an den Radläufen, Türen und Fensterrahmen hielten sich zwar im Rahmen aber die Wiederherstellung ist trotzdem teuer. Über Bremsen und Lagergummis kann ich nichts sagen, ich bin ihn nicht Probe gefahren. Der Händler meinte, es sollte alles erneuert werden. Was ja das kleinste Problem ist. Die Lederausstattung ist vor mehreren Jahren neu bezogen worden, die Wange am Fahrersitz zeigte Verschleiß, der Rest war gut. Leider war nicht mehr der Originalmotor eingebaut, sondern der vom NfL M20 mit Katalysator.
Mich würde es nicht stören, aber OK, er wäre damit nicht mehr Original, Motor und Innausstattung wurden verändert. Zusätzlich hatte er keine Historie und einen Kilometerstand von ca. 69.000, was der Verkäufer auf einer defekten Tankanzeige zurückführt, deshalb wurde eine neues Kombiinstrument eingebaut.

Kleine Schwächen, aber sehr Reizvoll!

Er hat zwar seine Schwächen aber auch einen großen Reiz. Mit Geduld und natürlich Geld ließ er sich wiederherstellen. Allerdings war mir der Preis für den Zustand noch ein bisschen zu hoch. Die Bewertung mit der Classic-Data App lag bei ca. 2.900,- bis 4.500,-, soweit man das überhaupt sagen kann. Der Verkäufer, eloquent und sympathisch, ließ sich auf eine Verhandlung ein. Vorort haben wir einen Preis über 4400,- € ausgehandelt. 

Zuhause angekommen und eine Nacht darüber geschlafen, kam mir der Preis immer noch ein wenig zu hoch vor. Es kostet einfach eine Menge Geld, so ein Auto wiederherzustellen. Zumal ich der Meinung bin, das Geld sollte ins Auto investiert werden und nicht bei dem Zwischenhändler landen. So habe ich ein neues Angebot geschrieben und einen Preis von 4000,- vorgeschlagen, mit der gleichen Begründung, dass die Karosseriearbeiten sehr kostenintensiv sind. Wir waren uns einig, und machten einen Termin am 05.01.2019 um 10:00 Uhr, um den Vertrag zu unterschreiben. Das war ein schönes Gefühl, das Auto zu bekommen, obwohl ich wusste, das ich eine Menge Arbeit und Geld investiert werden muss. 

Es kam anders, am 03.01.2019 bekam ich eine WhatsApp, dass er den Termin absagen muss. Das Auto hat er zu einem höheren Preis an einen Händler verkauft. Meine Ernüchterung war groß, zumal ich davon ausging, einen Vorvertrag zu haben. Als Kaufmann hat man natürlich immer das Bestreben nach Gewinn, was auch richtig ist, aber auch der Ausdruck „Kaufmannsehre“, sollte für die Autohändler ein Begriff sein. Die Möglichkeit auf Nachverhandlung hätte er mir geben müssen. Was bleibt, ist ein bisschen Frust und eine Suchanzeige bei Ebay-Kleinanzigen.

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